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- Ökumenisches
Heiligenlexikon - nachgeschaut
Wallfahrten zu heiligen Stätten
wurden schon im alten Ägypten, bei Persern, Griechen und Römern
unternommen. Im Judentum waren Wallfahrten zum Tempel nach
Jerusalem anläßlich des Passah- oder des Laubhüttenfestes üblich,
eine Reihe von Psalmen stammen aus der Wallfahrtsliturgie.
Im Christentum wurden
Wallfahrten seit dem 4. Jahrhundert ins Heilige Land oder zu den
Stätten der Märtyrer unternommen. Die Kreuzzüge
im Mittelalter waren zugleich auch Wallfahrten. Bis heute sind
sie eine wichtige Kundgebung im Leben der katholischen Kirche:
insgesamt sind nach Schätzungen jährlich etwa 40 Millionen
Wallfahrer zu den christlichen Pilgerorten unterwegs.
Das mexikanische Guadelupe ist
mit rund 14 Millionen Pilgern jährlich der meistbesuchte römisch-katholische
Wallfahrtsort der Welt. Mit 7,5 Millionen Besuchern folgt das süditalienische
San Giovanni Rotondo, Wohn- und Sterbeort des in Italien äußerst
populären Pater Pio, der 1999 selig gesprochen wurde. An
dritter Stelle in der Statistik der Wallfahrtsorte rangiert das
brasilianische Aparecida mit jährlich 7,3 Millionen Pilgern. Es
folgen mit jeweils etwa fünf Millionen Besuchern Stätten wie Lourdes
und Montmartre in Frankreich, Tschenstochau in Polen, Fatima in
Portugal, Lujan in Argentinien und Padua in Italien. Gleich
dahinter kommen mit etwa 4,5 Millionen Besuchern jährlich Santiago
de Compostela in Spanien sowie Assisi und Loreto in Italien.
Nach Israel pilgern dagegen jährlich nur etwa zwei Millionen
Menschen, etwa ebenso viele wie zum "afrikanischen
Petersdom" in Yamoussoukro an der Elfenbeinküste.
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